Die Mainzer feiern gern – kein Wunder, dass ein verkaufsoffener Sonntag in Mainz nicht nur offene Geschäfte bedeutet, sondern auch Feiern und Schlemmen und eine lebendige Innenstadt. Stand August 2026 gibt es noch zwei verkaufsoffene Sonntage mit einem individuellen Angebot und Rahmenprogramm. Wir verraten Ihnen mehr in den folgenden Abschnitten.

Wann ist 2026 verkaufsoffener Sonntag in Mainz?

In Mainz stehen im Jahr 2026 noch zwei verkaufsoffene Sonntage an (Stand August 2026):

  • Am 20. September: Heimat shoppen mit Stoffmarkt (Urban Shopping)
  • Am 25. Oktober: Mantelsonntag
  • Öffnungszeiten: An beiden Terminen dürfen die Geschäfte von 13 Uhr bis 18 Uhr öffnen.

Es erwarten Sie nicht nur offene Geschäfte, sondern auch ein vielfältiges thematisches Rahmenprogramm wie den Stoffmarkt, den Burgundermarkt und das Herbstfest sowie natürlich rheinhessische Leckereien wie Federweißer mit Zwiebelkuchen. Für die Anreise gibt es spezielle günstige Angebote wie das Mainz-trifft-sich-Ticket für 5,20 Euro (für bis zu fünf Personen) und das Flatrateparken für 5 Euro in den Parkhäusern.

Kaufen können Sie Kleidung, Schuhe, Taschen, Accessoires, Schmuck, Kinderkleidung, Geschenke und Souveniers, Haushaltswaren, Bürobedarf, Dekoration und Einrichtungsgegenstände und vieles mehr. Fast alle Mainzer Läden nehmen an der Aktion teil.

Welche Geschäfte haben am verkaufsoffenen Sonntag in Mainz geöffnet?

Geöffnet haben in der Regel Modegeschäfte, Elektronikanbieter, Juweliere und Boutiquen, Buchläden, Läden mit Accessoires, Geschenken und Einrichtungsgegenständen sowie Spezialitätengeschäfte in der Innenstadt. Die Geschäfte in den Vororten haben geschlossen.

Einige Beispiele sind:

Mode: C&A, Kaufhof, Peek & Cloppenburg, H&M

Gemischtes Sortiment: Müller

Elektronik: Media Markt am Brand

Einrichtung und Deko: Butler’s, Depot, Søstrene Grene

Individuelle Shops: Die meisten inhabergeführten Geschäfte in der Altstadt haben ebenso geöffnet.

Dagegen haben fast alle Shops des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Drogerien geschlossen. Es kann Ausnahmen geben – bitte informieren Sie sich über aktuelle Öffnungszeiten auf den Webseiten der Geschäfte.

Auch für Ihr leibliches Wohl ist natürlich gesorgt: Die Cafés in Mainz (außer Domcafé) und die Restaurants haben in der Regel ohnehin am Sonntag geöffnet, so dass Sie Ihren Bummel mit einer Tasse Kaffee und einem leckeren Kuchen oder einem herzhaften Lunch verbinden können. Wer sich aufwärmen möchte, ist hier gut aufgehoben. Alternativ bieten die Stände rund um Schillerplatz und Gutenbergplatz eine große Auswahl kulinarischer Genüsse.

Neben den geöffneten Läden hat die Stadt noch viele weitere Attraktionen zu bieten, die wir im Folgenden näher vorstellen.

Verkaufsoffener Sonntag in Mainz am 20. September 2026

Verkaufsoffener Sonntag in Mainz bedeutet Modeshopping und vieles mehr.

Das Wichtigste zum verkaufsoffenen Sonntag am 20. September 2026 auf einen Blick:

Wo: In der Mainzer Innenstadt (Altstadt)

Wann:

  • Am 19.09.2026 Stoffmarkt und weitere Attraktionen von jeweils 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Am 20.09.2026 von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnete Geschäfte

Was wird geboten: geöffnete Geschäfte, Stoffmarkt, Burgundermarkt

Motto: „Heimat shoppen“ – Angebote aus der Region Rheinhessen.

Was ist „Heimat shoppen“?

An der Aktion nehmen derzeit fünf Städte in der Region Rheinhessen teil: Alzey, Bingen (mit Büdesheim), Worms, Ingelheim und Mainz. Über 350 Einzelhändler und Dienstleister bieten nacheinander an den Wochenenden ab Ende August in den genannten Städten ihre Waren und Leistungen an. Jeweils am Sonntag findet zusätzlich ein verkaufsoffener Sonntag statt.

Die Aktion soll regionale Firmen stärken, die Innenstädte beleben und Menschen zusammenbringen. Lokaler Handel soll unterstützt werden, um den Einnahmenverlusten durch Onlineshopping etwas entgegenzusetzen.

Spezialitäten genießen: Federweißer

Im Spätsommer und Frühherbst genießt man in Mainz den beliebten Federweißer. Der Federweißer, auch „Neuer Wein“ genannt, ist ein junger, noch gärender Wein aus frisch gepresstem Traubenmost. Er ist trüb, enthält bereits Alkohol, schmeckt eher süßlich und prickelt leicht, weil die Gärung noch nicht abgeschlossen ist. Je länger er steht, desto höher ist der Alkoholgehalt. Später Federweißer enthält bis zu 11 % Alkohol, fast so viel wie normaler Wein. „Feder“ bezieht sich auf die Schwebstoffe der Hefe in der Flüssigkeit.

Das säuerlich-süßliche Getränk schmeckt erfrischend und leicht. Es wird vorwiegend weißer Federweißer hergestellt, es gibt aber auch Sorten aus roten Trauben, die dann „Federroter“ genannt werden. Zu beiden passt besonders Zwiebelkuchen vom Blech, ein flacher Hefeteig, der großzügig mit Zwiebeln belegt ist, die mit Sahne oder Schmand und Eiern vermengt wurden. Als Variante gibt es Zwiebelkuchen mit Speck für die, die es besonders deftig mögen.

In Mainz finden Sie meist ab Ende August über die ganze Woche Stände mit Federweißer, z. B. am Schillerplatz. Sie können direkt ein Glas vor Ort genießen oder eine Flasche für zu Hause kaufen. Auch die Lokale bieten in der Regel Federweißer an.

Wichtig zu wissen zu Transport und Lagerung: Die Flasche darf nicht vollständig verschlossen werden, damit das entstehende Kohlendioxid entweichen kann und die Flasche nicht platzt. Deshalb muss sie aufrecht transportiert und im Kühlschrank stehend gelagert werden.

Mantelsonntag: Verkaufsoffener Sonntag in Mainz am 25. Oktober

Das Wichtigste zum Mantelsonntag auf einen Blick:

Wo: Mainzer Innenstadt (Altstadt)

Wann: Am 25.10.2026 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Was wird geboten: geöffnete Geschäfte, spezielle Angebote

Der traditionsreiche Mantelsonntag ist in Mainz der älteste verkaufsoffene Sonntag. Man sagt, dass, nachdem die Ernte vollständig eingefahren war, die Bauern Zeit und Geld hatten, sich mit Winterkleidung einzudecken. Heute gibt es Wintermäntel und Co. ja meistens schon früher zu kaufen, aber dennoch ist es eine gute Gelegenheit, in aller Ruhe nach Kleidung, warmen Schuhen und herbstlich-winterlichen Accessoires für die kalte Jahreszeit zu schauen. Oft locken Sonderangebote am verkaufsoffenen Sonntag und machen die Entscheidung ein wenig leichter.

Manche nutzen die Gelegenheit bereits für noch entspanntes Weihnachtsshopping und suchen nach passenden Geschenken und Dekoration.

Rahmenprogramm

Auch am Mantelsonntag werden Sie vielfältige Möglichkeiten finden, eine kulinarische Pause im Warmen bei Kaffee und Kuchen zu machen oder den Tag bei einem herbstlichen Mahl ausklingen zu lassen. Wem es nicht zu kalt ist, der kann das Rahmenprogramm genießen, wie z. B. den Burgundermarkt mit französischen Spezialitäten am Gutenbergplatz, herbstlichen Angeboten mit Wein & mehr am Schillerplatz und Veranstaltungen der Einzelhändler. Auch an Kinder ist gedacht.

Anreise nach Mainz am verkaufsoffenen Sonntag

Für Ihre Anreise stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

ÖPNV: Sie können bequem mit Bus und Bahn in die Innenstadt fahren. Wer kein Deutschlandticket sein eigen nennt, sollte beim günstigen „Mainz-trifft-sich-Ticket“ der Mainzer Mobilität zugreifen, das speziell für verkaufsoffene Sonntage entwickelt wurde:

  • Es gilt für Mainz und Wiesbaden für alle regionalen Verkehrsmittel (S-Bahn, Regionalzug, Bus, Straßenbahn). ICs, ECs und ICEs können dagegen nicht genutzt werden.
  • Die Gültigkeitsdauer ist am verkaufsoffenen Sonntag bis um 5 Uhr morgens am Folgetag.
  • Bis zu fünf Personen können mitfahren.
  • Der Preis beträgt nur 5,20 Euro.
  • Erhältlich ist das Ticket an Automaten an den Haltestellen, in Straßenbahnen am Automaten (kein Bargeld) und in Bussen beim Fahrer (nur Bargeld).
  • Es werden Sonderbuslinien eingesetzt für eine entspannte Anreise.

Regionalzug/S-Bahn: Wer von weiter herkommt, kann die Regionalzüge und S-Bahnen nutzen. Am besten ziehen Sie ein Tagesticket für maximale Flexibilität, für mehrere Personen ist ein Gruppentagesticket die günstigste Lösung.

Auto: Wer mit dem Auto anreist, kann günstig für den ganzen verkaufsoffenen Sonntag parken. Nutzen Sie das Flatrateparkten für 5 Euro in den PMG Parkhäusern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu verkaufsoffener Sonntag in Mainz

  1. Wie viele verkaufsoffene Sonntage gibt es normalerweise in Mainz?

    Der Gesetzgeber erlaubt nur eine begrenzte Zahl verkaufsoffener Sonntage im Jahr, allerdings gibt es in den Bundesländern verschiedene Ausnahmeregeln. In Mainz gibt es derzeit nur dreimal im Jahr die Möglichkeit, sonntags shoppen zu gehen: zum „Frühlingsfest“, zum „Heimat shoppen“ und am traditionellen „Mantelsonntag“.

  2. Welche Geschäfte haben in Mainz am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet und welche nicht?

    Geöffnet haben beispielsweise Mode- und Schuhgeschäfte, Läden mit Dekorations-, Einrichungs- und Gebrauchsartikeln sowie Juweliere, Optiker und einige Dienstleister. Dagegen haben die meisten Supermärkte und Drogeriemärkte sowie Friseure und einige Spezialgeschäfte geschlossen.

  3. Was ist das besondere an Shopping am Sonntag in Mainz?

    An den verkaufsoffenen Sonntagen haben nicht nur die Läden geöffnet, in der ganzen Stadt wird gefeiert mit Ständen, die Waren aus dem Umland (z. B. der Stoffmarkt im September), regionale Köstlichkeiten wie Wein, Kuchen und warmes Essen anbieten. Auch für Kinder gibt es oft Angebote.

  4. Haben Cafés und Restaurants auch am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet?

    Die meisten Cafés, Bars, Weinstuben und Restaurants haben grundsätzlich sonntags geöffnet, somit auch am verkaufsoffenen Sonntag. Aktuelle Öffnungszeiten sind auf den Websites der Lokale zu finden.

  5. Was ist der Mantelsonntag in Mainz?

    Der Mantelsonntag ist ein traditioneller verkaufsoffener Sonntag in Mainz, der immer auf das letzte Wochenende im Oktober fällt. Er heißt Mantelsonntag, weil sich früher die Menschen um diese Zeit mit Winterjacken eindeckten.

  6. Was ist „Heimat shoppen“?

    „Heimat shoppen“ ist eine Initiative der rheinhessischen Städte Alzey, Bingen, Ingelheim, Mainz und Worms. In jeder Stadt werden nacheinander ab Ende August für ein Wochenende Stände lokaler Händler und Dienstleister aufgebaut, die den Handel der Region stärken sollen und ein Zeichen gegen Massenproduktion und das Sterben kleiner Geschäfte setzen wollen.

Wo kann man in Mainz an Sonntagen und Feiertagen einkaufen?

Abgesehen von den drei verkaufsoffenen Sonntagen gibt es in Mainz nicht viele Möglichkeiten, an Sonn- und Feiertagen einzukaufen. Die Geschäfte im Hauptbahnhof haben geöffnet, darunter ein Rewe-to-go und Rossmann für Lebensmittel, Tabakladen, Bäcker, Buchhandlung, Tabakgeschäft, Lottoladen, Nanu-Nana für saisonale Deko, Chic-y-micci für Mode und Accessoires, SA Electronics für Reparaturen und mehr. Zusätzlich haben mehrere Restaurants geöffnet.

Achtung: Einige Geschäfte haben an Sonntagen reduzierte Öffnungszeiten und an Feiertagen nicht offen. Hier finden Sie alle Geschäfte im Mainzer Hauptbahnhof mit Öffnungszeiten.

Außer den Läden im Bahnhof haben Kioske sowie einige „Spätis“ nach Berliner Vorbild auch an Sonntagen und feiertags geöffnet. Weiterhin stehen Tankstellen für Vergessenes oder für Snacks zur Verfügung.

Warum sind verkaufsoffene Sonntage in Mainz beliebt?

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Sowohl bei Händlern als auch bei Kunden sind die verkaufsoffenen Sonntage beliebt, aus verschiedenen Gründen:

  • Mehr zeitliche Freiheit für Kunden: Menschen können auch dann einkaufen, wenn sie unter der Woche oder samstags wenig Zeit haben.
  • Entspanntes Bummeln: Während die Kunden unter der Woche Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen müssen, ist am verkaufsoffenen Sonntag Zeit zum ausgiebigen Stöbern ohne Zeitdruck.
  • Einkaufen als Freizeiterlebnis: In Verbindung mit Stadtfesten, Märkten oder Messen wird der Einkauf zu einem gesellschaftlichen Ereignis.
  • Belebung der Innenstädte: Händler versprechen sich mehr Besucher, eine höhere Kundenfrequenz und eine attraktivere Innenstadt.
  • Stärkung des stationären Handels: Zusätzliche Öffnungszeiten sollen Geschäfte gegenüber dem Onlinehandel konkurrenzfähiger machen.
  • Werbung und zusätzlicher Umsatz: Händler können neue Kundinnen und Kunden gewinnen, Produkte präsentieren und möglicherweise den Umsatz steigern.
  • Vorteile für kleinere Geschäfte und die Nahversorgung: Ein gut besuchter Aktionstag kann lokalen Geschäften mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

Fest steht jedoch, dass verkaufsoffene Sonntage die Innenstädte kurzfristig deutlich beleben können:

  • Mehr Besucher: Stadtfeste, Märkte oder andere Veranstaltungen ziehen zusätzliche Menschen an.
  • Höhere Kundenfrequenz: Geschäfte, Gastronomie und Dienstleistungen profitieren von mehr Laufkundschaft.
  • Attraktiveres Stadtbild: Eine belebte Innenstadt kann als Treffpunkt und Freizeitziel wahrgenommen werden.
  • Stärkung des stationären Handels: Händler erhalten die Möglichkeit, neue Kundinnen und Kunden zu erreichen und sich gegenüber dem Onlinehandel zu behaupten.
  • Positive Impulse für lokale Betriebe: Auch Cafés, Restaurants und Veranstalter können von den zusätzlichen Besuchern profitieren.

Die Wirkung ist jedoch umstritten. Kritiker bezweifeln, dass dauerhaft mehr Umsatz entsteht. Ihrer Ansicht nach werden Einkäufe oft nur von anderen Wochentagen auf den Sonntag verlagert. Außerdem könnten große Handelsketten stärker profitieren als kleine, inhabergeführte Geschäfte. Verkaufsoffene Sonntage können Innenstädte daher kurzfristig beleben, lösen aber nicht automatisch strukturelle Probleme wie Leerstände, hohe Mieten oder den zunehmenden Onlinehandel.

Warum kann man in Deutschland sonntags normalerweise nicht einkaufen?

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Die gesetzlichen Ladenöffnungszeiten hierzulande stehen immer wieder aufgrund ihrer Striktheit und ihrer Uneinheitlichkeit in der Kritik. In Deutschland gibt es keine einheitliche bundesweite Regelung dafür, wann und wie lange verschiedene Geschäfte öffnen dürfen. Seit der Föderalismusreform 2006 regeln grundsätzlich die Bundesländer die Öffnungszeiten ihrer Verkaufsstellen. Daher unterscheiden sich die Vorschriften regional deutlich.

Grundregeln

  • Montag bis Samstag: In vielen Bundesländern dürfen Geschäfte weitgehend frei öffnen, teilweise rund um die Uhr. Andere Länder sehen konkrete Grenzen vor.
  • Beispiel Rheinland-Pfalz: grundsätzlich 6:00 bis 22:00 Uhr.
  • Beispiel Bayern: weiterhin vergleichsweise strenge Regelungen, regelmäßig Öffnung bis 20:00 Uhr.
  • Beispiel Berlin: flexiblere Öffnungszeiten, einige Supermärkte haben von Montag bis Samstag durchgängig offen, einige öffnen auch sonntags
  • Sonntage und gesetzliche Feiertage: Verkaufsstellen müssen grundsätzlich geschlossen bleiben. Regionale Ausnahmen gibt es auch hier, zum Beispiel für Kioske und Läden in Bahnhöfen. Verkaufsoffene Sonntage sind begrenzt und werden meist nur aus einem besonderen Anlass genehmigt– etwa Stadtfesten, Märkten oder Messen – zulässig.
  • Ausnahmen: Je nach Landesrecht dürfen unter anderem folgende Läden sonntags öffnen:
    • Bäckereien und Konditoreien,
    • Blumenläden,
    • Hofläden,
    • Apotheken,
    • Tankstellen sowie
    • Geschäfte in Bahnhöfen und Flughäfen
  • Verkaufsoffene Sonntage: Die zulässige Anzahl und die Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Beispielsweise sind in Berlin bis zu acht, in Brandenburg bis zu sechs und in Baden-Württemberg bis zu drei verkaufsoffene Sonntage möglich; jeweils gelten zusätzliche Einschränkungen.
  • Arbeitsrecht: Auch wenn ein Laden rechtlich geöffnet sein darf, dürfen Beschäftigte nicht beliebig eingesetzt werden. Zusätzlich gelten insbesondere das Arbeitszeitgesetz, der Sonn- und Feiertagsschutz sowie Regelungen zu Ruhezeiten und Ersatzruhetagen.
  • Onlinehandel: Für reine Onlinegeschäfte gelten die klassischen Ladenschlusszeiten grundsätzlich nicht. Für Abholung, Verkaufsräume oder stationäre Verkaufsstellen können jedoch die jeweiligen Landesvorschriften relevant sein.

Entscheidend sind immer:

  1. das Bundesland,
  1. die konkrete Gemeinde,
  1. die Art des Geschäfts,
  1. der jeweilige Sonn- oder Feiertag und
  1. ob Arbeitnehmer beschäftigt werden.

Zentrale Kritikpunkte

Die Kritik an den deutschen Ladensöffnungszeiten richtet sich vor allem gegen die uneinheitlichen Regeln, die Folgen langer Öffnungszeiten für Beschäftigte und die strengen Vorgaben für Sonntagsöffnungen.

KritikpunkteErläuterung
„Flickenteppich“ der RegelungenJedes Bundesland hat eigene Vorschriften. Das erschwert Unternehmen mit Filialen in mehreren Ländern die Planung und sorgt bei Kundinnen und Kunden für Unübersichtlichkeit.
Belastung der BeschäftigtenGewerkschaften kritisieren, dass längere Öffnungszeiten zu mehr Abend-, Samstags- und Sonntagsarbeit führen. Besonders betroffen seien Teilzeitkräfte und – wegen des hohen Frauenanteils im Einzelhandel – häufig Frauen. Außerdem werde die Zahl gut bezahlter Vollzeitstellen geschwächt.
Fraglicher wirtschaftlicher NutzenNach Ansicht von ver.di erhöhen längere Öffnungszeiten den Gesamtumsatz kaum. Sie verlagerten Einkäufe vor allem auf andere Tage und veränderten die Kundenströme, statt zusätzliche Nachfrage zu schaffen.
Wettbewerbsdruck für kleine GeschäfteGroße Handelsketten könnten längere Öffnungszeiten leichter finanzieren und mit Personal besetzen als inhabergeführte Läden. Kritiker befürchten deshalb eine weitere Verdrängung kleiner Geschäfte und eine Schwächung der örtlichen Nahversorgung.
SonntagsschutzKirchen, Gewerkschaften und Teile der Politik sehen den Sonntag als wichtigen gemeinsamen Ruhetag für Familie, Erholung und gesellschaftliches Leben. Verkaufsoffene Sonntage sollten deshalb die Ausnahme bleiben und grundsätzlich an einen besonderen Anlass geknüpft sein.
RechtsunsicherheitVerkaufsoffene Sonntage werden immer wieder gerichtlich angegriffen. Unklarheiten darüber, wann ein „besonderer Anlass“ tatsächlich ausreicht, führen zu kurzfristigen Absagen und Planungskosten für Kommunen und Händler.

Demgegenüber argumentieren Handelsverbände und Wirtschaftsorganisationen, flexiblere Öffnungszeiten könnten die Innenstädte beleben, den stationären Handel gegenüber dem Onlinehandel stärken und den Kundinnen und Kunden mehr zeitliche Freiheit geben. Die Debatte ist daher im Kern ein Konflikt zwischen Kundenkomfort und Wettbewerbsfähigkeit auf der einen sowie Arbeits- und Sonntagsschutz auf der anderen Seite.

Fazit zu verkaufsoffener Sonntag in Mainz

Die Debatte um Sonntagsöffnungszeiten und generell die Ladensöffnungszeiten in Deutschland wird so bald nicht abgeschlossen sein. Während die einen auf Sonntagsruhe beharren, verweisen die anderen auf katholische Länder wie Italien, in denen Geschäfte selbstverständlich auch sonntags geöffnet sind. Dem Argument des Arbeitsschutzes steht der Onlinehandel entgegen, bei dem es keine zeitlichen Einschränkungen gibt.

Bis auf Weiteres bleibt die Lage also unübersichtlich, da jedes Bundesland seine eigenen Regeln erlassen kann. In Mainz gibt es derzeit drei verkaufsoffene Sonntage im Jahr, das Frühlingsfest, das Heimat shoppen und den traditionsreichen Mantelsonntag, jeweils mit einem attraktiven Rahmenprogramm und jahreszeitlichen Genüssen. Das macht dies Ausnahmesonntage zu etwas Besonderem und kommt gut an – die Stadt ist auch bei weniger gutem Wetter in der Regel gut besucht, und die Kunden sind entspannt und bringen Zeit mit. Lassen Sie sich auch dieses Jahr wieder von den speziellen Angeboten der Geschäfte und Stände überraschen!

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