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03.02.2012 - Wiesbaden - Neue Vorwürfe der Vetternwirtschaft - Rhein: Nichts zu vertuschen

(dpa/lhe) - Die Landtags-Opposition hat von
Innenminister Boris Rhein (CDU) Aufklärung über neue Vorwürfe der
Vetternwirtschaft bei der hessischen Polizei verlangt. Dort seien
im IT-Bereich zwischen 2006 und 2010 fragwürdige Aufträge nach außen
an ehemalige Kollegen vergeben worden, erklärten SPD, Grüne und
Linkspartei am Freitag in Wiesbaden. In einem Brief wurde Rhein bis
zum 15. Februar um Aufklärung über die Rechtmäßigkeit des Vorgangs
und Höhe des möglichen Schadens gebeten. Der Innenminister hatte die
Obleute der Fraktionen darüber im Oktober vergangenen Jahres
unterrichtet.

   Über den Vorfall sei das Innenministerium vom Landesrechnungshof
informiert worden, sagte dazu Rhein am Freitag. Eine interne
Ermittlungsgruppe sei jedoch nach einer ersten Prüfung zum Ergebnis
gekommen, dass die Vorwürfe nicht strafrechtlich von Belang seien.
Jetzt müsse der Bericht des Landesrechnungshofs dazu abgewartet
werden. «Wir haben nichts zu vertuschen», sagte Rhein.

   Nach Angaben von Landespolizeipräsident Udo Münch geht es um die
Vergabe von externen Dienstleistungen, deren finanziellen Rahmen er
auf drei bis fünf Millionen Euro schätzte. Das betroffene Referat sei
nach Bekanntwerden der Vorwürfe sofort umstrukturiert worden. In den
vergangenen Jahren hatte es mehrfach Vorwürfe der Vetternwirtschaft
bei der Polizei gegeben, die vor allem das Präsidium für Technik und
Logistik (PTLV) betrafen.

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