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08.02.2010 - Rüsselsheim - Opel beantragt Staatshilfen

Der angeschlagene Autobauer Opel will in dieser Woche Anträge auf Staatshilfen stellen. Laut einem Opel-Sprecher würden die Dokumente gleichzeitig an die Bundesregierung, die Länderregierungen der vier deutschen Opel-Standorte, die Europäische Union sowie die Regierungen der europäischen Länder mit Opel-Werken übermittelt. Der US-Mutterkonzern General Motors will europaweit rund 2,7 Milliarden Euro Steuergelder einsammeln. Zusätzlich verlangt das Management von den Mitarbeitern einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro in den Jahren 2010 bis 2014. Das lehnen Betriebsräte und Gewerkschaften derzeit ab, unter anderem weil sie das angekündigte Aus des Standorts Antwerpen nicht mittragen wollen und GM ihnen keine Sicherheiten für ihre Beiträge angeboten habe. In Medien wird bereits über einen Plan B spekuliert: Sollten Staatshilfen und Mitarbeiterbeiträge nicht im gewünschten Umfang fließen, könnten demnach weit mehr als die derzeit offiziell geplanten 8300 von europaweit 48 000 Stellen wegfallen, auch weitere Werkschließungen seien im Gespräch.

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